Skip to content

Das Internet der Dinge

Für viele von uns völlig unbemerkt, hat sich das Internet der Dinge in unseren Alltag geschlichen und wird dort auch bleiben. Einige haben von dem Begriff „IoT“ noch nie etwas gehört und doch wird es von allen, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, schon täglich genutzt. IoT (Internet oft Things) meint nichts anderes, als das alle Dinge über das Internet miteinander verbunden sind.

Alles wird digitalisiert, was digitalisiert werden kann. Das ist der Trend und dieser ist nicht mehr aufzuhalten. Und so soll das Internet der Dinge dazu dienen, dass alles noch schneller, noch einfacher und noch besser wird. Smarte Mülltonnen, vernetzte Pflastersteine, kommunizierende Autos und selbst Zahnbürsten sind schon miteinander vernetzt.

Ist das IoT nun Fluch oder Segen oder beides zugleich?

Wie immer gibt es auch beim IoT zwei Seiten der Medaille. Das Internet der Dinge bietet natürlich unendliche Möglichkeiten in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Bildung und Kunst, um nur ein paar zu nennen. Doch das Internet birgt natürlich nach wie vor Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind. Nicht nur die Gefahr des Datenmissbrauchs ist hier immens, auch das Suchtpotenzial wächst unaufhörlich. Je mehr das IoT in unseren Alltag dringt, desto mehr verfallen Menschen dem Glauben, nicht mehr ohne auskommen zu können.

Pathologie der Internetnutzung

Das Instrument IoT zu verteufeln, ist wenig sinnvoll. Es ist Teil unseres Lebens und die Aufgabe ist nun, sich damit so auseinanderzusetzen, dass es uns mehr Nutzen bietet, als es Schaden anrichten kann. Hier liegt die Herausforderung. Leider sieht das momentan noch anders aus.

Seit über 10 Jahren beobachten Experten eine exzessive Internetnutzung, die man mit einer Abhängigkeitsstörung gleichsetzen kann. Man nennt das Online- oder Mediensucht bzw. die pathologische Internetnutzung.

Einen großen Bereich nimmt hier, neben der Nutzung sozialer Medien, die Online Spielsucht ein. In Deutschland sind etwa eine halbe Million Menschen davon betroffen. Und da Online-Glücksspiele unter Zockern immer beliebter werden, ist das Suchtpotenzial bei Online-Casinos besonders hoch. Im Gegensatz zu stationären Casinos sind diese 24 Stunden verfügbar und der Spieler selbst bleibt als Süchtiger in der realen Welt unerkannt. So ist es keine Seltenheit, dass Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verzocken und sich zusätzlich hoch verschulden und das oft völlig unbemerkt für ihre Umwelt.

Neue epidemiologische Studien beweisen, dass Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind, wobei sich geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Art der Internetnutzung auftun. So sind mehr als 75 % der Frauen zwischen 14 und 24 Jahren in den sozialen Netzwerken unterwegs und nur 7 % nutzen Onlinespiele, während bei den Männern dieser Altersklasse fast 50 % hauptsächlich online spielen und nur 33 % die sozialen Netzwerke nutzen.

Auf der anderen Seite sind Frauen beratungsresistenter, sodass deutlich mehr Männern Angebote zur Suchtberatung in Anspruch nehmen.

Die Chancen des IoT

Das IoT ist das Nervensystem der Digitalisierung und mit ihm haben wir den ersten Schritt in eine neue Dimension getan. Mit der Vernetzung werden nun Unmengen von Daten erfasst, angefangen vom Standort eines Containers bis hin zur Herzfrequenz eines Kunden. Und dank der smarten Connectivity findet das alle zu einem Daten-Ökosystem zusammen. Diese auszuwerten und zu nutzen bietet in allen Bereichen ein riesiges Potenzial.

Das IoT eröffnet ein weites Feld neuer digitaler Geschäftsmodelle. Das bedeutet für die Industrie ein größeres ökonomisches Potenzial. Zusätzlich treibt die Vernetzung die Automatisierung voran, was eine Steigerung der Effizienz mit gleichzeitiger Kostensenkung erwarten lässt. Das Innovationstempo nimmt dabei ständig zu. Und das in allen Branchen, denn im Grunde genommen ist heutzutage jedes Unternehmen eine Tech-Company – Mitläufer wurden längst abgehängt.

Schon heute werden von modernen Unternehmen kognitive Technologien wie KI (künstliche Intelligenz) und Maschinenlernen eingesetzt. Diese werden zum einen dazu genutzt, neue Umsatzfelder zu erschließen und zum anderen bei der Automatisierung neue Potenziale freizusetzen. Die IT-Abteilungen in Unternehmen nehmen mehr und mehr eine strategisch innovative Rolle ein und selbst der Bereich Cyber Security profitiert von der möglichen Tiefe der Digitalisierung und Automatisierung. Hier wird die Gefahrenabwehr auf ein neues Level gehoben.

Published inInternet

Be First to Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *